Ansicht St. Ruprecht

Volksschule Rollsdorf

VS Rollsdorf

Unsere Wege und Ziele:

Wir Lehrerinnen sind ein engagiertes Team mit vielen Fähigkeiten, die sich gegenseitig toll ergänzen. Wir legen Wert auf eine Qualität des Unterrichts, Vermittlung des Grundwissen und differenzierte Lehr- und Lernmethoden. Uns ist die Freude an "Schule und Lernen" sehr wichtig.

Wir fördern die Lernfreude und Lernbereitschaft und die Kreativität der einzelnen Schüler und Schülerinnen. Weiters ist uns die Beziehung zur Natur und die Achtung vor dem Leben sehr wichtig, deshalb ist uns die Persönlichkeitsbildung und die Persönlichkeitsförderung ein sehr großes Anliegen.

Uns ist wichtig:

  • uns in Sprache und Tun respektvoll zu begegnen
  • eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen
  • Kinder eigenverantwortliches Handeln und verantwortungsbewusstes Miteinander-Umgehen sowie Konflikte gewaltfrei lösen zu lernen.

Feste , Brauchtum und religiöse Feiern im Jahreskreis bilden Höhepunkte im Schulleben.

Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung sind ein wichtiger Teil unserer Arbeit.

Unsere Schule legt weiters Wert auf eine aktive Schulpartnerschaft mit den Eltern, die sich durch sehr gute Zusammenarbeit und gemeinsames Verantwortungsbewusstsein auszeichnet.

Nachmittagsbetreuung

Seit 2011 bieten wir in der Volksschule Rollsdorf auch eine Nachmittagsbetreuung für Volksschul- und Kindergartenkinder über WIKI an.

Kontakt

Volksschule Rollsdorf
Rollsdorf 6
8181 St. Ruprecht/Raab

Geschichtliches

Die Entstehung der Schule

Kaiserin Maria Theresia war die erste Herrscherin, die sich um die Bildung ihrer Untertanen Sorgen machte. Sie verordnete die "Allgemeine Schulpflicht". Bereits zu dieser Zeit gab es in Etzersdorf eine Schule, die jedoch von Haus zu Haus ziehen musste und keinen offiziellen Charakter hatte. Außerdem wurde dort wahrscheinlich den Kindern nur Lesen und Schreiben, aber meist kein Rechnen beigebracht.

Der Kreisdechant von Weizberg nahm sich in seiner Eigenschaft als Schulaufsichtsperson der Schulen besonders an und gründete zu den schon bestehenden Schulen im Markt Weiz und auf dem Weizberg im Jahre 1796 die beiden "Organisierten Gemeindeschulen" Etzersdorf und Haselbach. Diese Schulen gehören somit zu den ältesten Schulen des Bezirkes Weiz.

Mit dieser Gründung hörte die Wanderschule auf. Statt dessen wurde eine am rechten Ilzufer stehende Hoarstube zum Schulhaus bestimmt und renoviert. Durch die ungünstige Lage wurde die Schule bei Hochwasser öfter überflutet, sodass es oft tage- und wochenlang dauerte, bis Fußboden und Wände des Hauses vom angeschwemmten Lehm wieder gereinigt und trocken waren.

Als erster Lehrer wirkte Josef Roth, der den Beinamen "der Berühmte" trug. Unter seiner Leitung erlangte die Schule einen so guten Ruf, dass einige Schüler vom Markt Weiz nach Etzersdorf zum Unterricht kamen. Der Schulsprengel umfasste auch die Ortschaften Farcha, Pircha und Alterilz sowie einige Ortsteile von Rollsdorf, da zu dieser Zeit in Rollsdorf keine Schule bestand. Da die Schule durch die Pfarre Weizberg gegründet worden war, stand sie unter dem Patronat der Kirche, des Bistums Seggau, das bis zum Jahr 1851 den Patronatsbeitrag bezahlte. Der Lehrer erhielt Geld durch eine Stiftung, die Kreisdechant Peinthor aus seinem Privatvermögen gegründet hatte. Außerdem wurde er durch Naturalien, die ihm die Schüler überlassen mussten, bezahlt.

Das heutige Haus, in dem jetzt das Gemeindeamt, der Kindergarten und der Mehrzwecksaal untergebracht ist, entstand im Jahr 1862 als eingeschoßiger Neubau. Es enthielt ein Schulzimmer, zwei Lehrerzimmer, eine Kammer und eine Küche. dieser Bau war notwendig geworden, da die Schülzerzahl von anfangs 90 Kinder auf über 130 angewachsen war. Seit 1819 war Michael Krones der Lehrer dieser Schule. Er wird als verdienstvolle Persönlichkeit beschrieben und wurde 1869 von Kaiser Franz Josef I. mit dem silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet.

Als dritter Lehrer unterrichtete Georg Riesenegger ab 1870. Ihm folgten 1876 Johann Galbrunner und 1877 Josef Schäufler. Er berichtet, dass er auch Unterricht in der Obstbaumzucht erteilt. Nur das Turnen ist lediglich als "Zimmerturnen" möglich, da es weder einen Turnplatz noch Geräte gibt. Im Jahr 1909 wird der Schule dann die Schulwiese vom Gut Münichhofen geschenkt. Über diese Schenkung ist sogar noch ein Zeitungsausschnitt vorhanden, der sehr ausführlich die Feierlichkeit beschreibt.

Nach 30 Jahren übergibt er 1907, nachdem er von der Gemeinde zum Ehrenbürger ernannt wurde, die Schulleitung an Hans Hinteregger. Unter seiner Leitung wurde das Schulhaus im Jahr 1913 aufgestockt. Während des Baues wurde im Tanzzimmer des Gasthauses Buchgraber unterrichtet. Der Schulleiter konnte mit seiner Familie in der Mansarde des Roseggerhauses wohnen, das vom Besitzer von Münichhofen, Rittmeister Gustav von Heyrowsky, zur Verfügung gestellt worden war.

Die Anfänge der Schule in Rollsdorf sahen wie folgt aus. Nach Einführung der Allgemeinen Schulpflicht durch Kaiserin Maria Theresia wurde 1785 die Schule im Mesnerhaus eingerichtet. Zwei Lehrerinnen erteilten den Unterricht. Die Schüler lernten bloß lesen, nicht schreiben oder gar rechnen. Um 1800 lehrte ein gewisser "Grill" am Mesnerhause. Einer seiner Schüler war Matthias Pirchheim (1799-1885). 1820 bekamen die Schüler endlich erste Schulbänke, mittlerweile befand sich die Schule im Benzn Eckzimmer. Der erste ausgebildete Lehrer, Anton Buchgraber, unterrichtete ab 1883 beim Moarhansl, wiederum weitergesiedelt in ein anderes zur Verfügung gestelltes Gebäude.

1884 war es dann endlich soweit, Rollsdorf bekam mit feierlicher Einweihungsfeier ein eigenes Schulgebäude, das Haus des Johann Schwarzenberger wurde dazu gekauft und umgebaut. Bereits 1908 erfolgte der erste Zubau, eine Klasse und Kloanlagen entstanden. Aufgrund der steigenden Schülerzahl und der höheren Anforderungen wurde 1960 das Haus wiederum umgebaut und aufgestockt, 1963 erfolgte der Einbau der Zentralheizung.

Aufgrund der Gemeindezusammenlegung wurde 1971 auch die Schule unter dem Namen Volksschule Etzersdorf-Rollsdorf zusammengelegt, musste aber noch einige Jahre unter schwierigen Bedingungen in zwei Häuser arbeiten und konnte schlussendlich 1982 nach einem weiteren Zubau in Rollsdorf unterkommen.

Die neuere Schulgeschichte

In den letzten 200 Jahren, seit die Volksschule Etzersdorf besteht und 100 Jahre seit der Gründung der VS Rollsdorf hat sich im Schulwesen und im Verständnis der Menschen für Schule viel verändert.

Schule SchreibenBeide Häuser, zuerst das Gebäude in Etzersdorf und später in Rollsdorf, wurden mehrmals umgebaut. Seit 1971 sind beide Schulen zusammengelegt und seit dem großen Zubau 1982 in Rollsdorf auch in einem Haus untergebracht. Derzeit gibt es vier Klassen (vier Schulstufen) in der Schule. Betreut werden sie von 5 Klassenlehrern und 6 Lehrern, die zusätzlich Fachunterricht erteilen. Geleitet von Frau Direktor Weberhofer. Schule würde nicht funktionieren, wenn nicht unsere beiden Raumpflegerinnen täglich Hochglanz und Hygiene in unsere Räume bringen, und wenn nicht der Elternverein durch seine Arbeit und Mitsorge die Feste mitgestalten und verschiedene Aktivitäten mitbetreuen würden.

Auch der gute Draht zur Gemeinde ist für ein funktionierendes Schulleben wichtig. Ohne das Verständnis des Bürgermeisters und der Gemeinderäte für die Bedürfnisse der Schule lassen sich viele Dinge in der Schule nicht verwirklichen. Schule bereichert hingegen auch das Leben in der Gemeinde in vielen Bereichen. So wird das gemeinschaftliche Zusammenleben in einer kleinen Landgemeinde durch verschiedenste Veranstaltungen, wie Elternabende, musische Aktivitäten, Ausstellungen, Schulfeste u. ä. gefördert.

 

Schule ABCVor 100 Jahren war der Lehrer teilweise noch der, der die Kinder von der Arbeit daheim am Bauernhof abgehalten hat. Heute sind sich alle Eltern bewusst, dass ohne ausreichende Bildung ein Kind von Anfang an wenig Chancen auf einen ansprechenden Beruf und auf eine befriedigende Lebensgestaltung hat. In einer Zeit, wo die Völker Europas sehr nahe zusammenrücken, wo für unsere Kinder einmal ein Arbeitsplatz in irgendeinem europäischen Land möglich und wahrscheinlich ist, werden auch andere Anforderungen gestellt. Eigenständiges Denken und Entscheiden, kooperatives Arbeiten mit anderen in einer Gruppe, Beherrschen einer oder mehrerer Fremdsprachen, Toleranz gegenüber andersartigen Verhaltens- oder Denkweisen werden wichtige Eigenschaften zur Zukunfsbewältigung sein. Alle diese Dinge müssen aber bereits heute in der Grundschule gelernt und anerzogen werden.

Dazu gehören auch Lehrer, die bereit sind, neue Wege zu gehen, selbst zu lernen und ein Haus in dem die Möglichkeit geboten wird, die Kinder in ansprechender Umgebung mit modernen Lehrmitteln zu unterrichten.


Großer Dank gebührt auch Herrn Josef Kleinhappl, fast 30 Jahre bemühte er sich als Direktor, die Volksschule bestens zu leiten und zu gestalten. Bis ihn sein beruflicher und privater Weg nach Hohenkogl in die Gemeinde Mitterdorf/Raab führte. Seine Arbeiten trugen auch wesentlich zur Gestaltung dieser Homepage bei.

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